Was ist Neurofeedback?

Computergestütztes Gehirntraining / Physiotherapie des Hirns

Was ist Neurofeedback - Praxis - Züric


Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist wie Arbeit am Punkt auf dem i. Der Strich darunter ist der Körper mit seinem Stoffwechsel. Er liefert dem Hirn alles, was es zum richtigen Funktionieren braucht:

  • Luft (Sauerstoff)
  • Wasser (dehydriert funktioniert es schlecht),
  • Blutzucker («Benzin», Brennstoff des Hirns),
  • Proteine als Neurotransmitter etc.
  • Fette als Ketone
  • Mikronährstoffe etc.

Ohne einen einigermassen optimal funktionierenden Stoffwechsel ist Neurofeedback nicht nachhaltig: der (flüchtige) «Punkt» ohne den «Strich» darunter.


Neurofeedback ist die Rückmeldung der eigenen Hirntätigkeit – wie beim Biofeedback die Muskel- und Nerventätigkeit am Körper. Sie findet mittels Elektroden auf der Kopfhaut und einem visuellen und/oder auditiven Reiz direkt am Gehirn als Verhaltenstraining statt.


Keine Angst! Es kommt kein Strom auf den Kopf, sondern die eigenen bioelektrischen Hirnströme werden als Wellen mittels Elektroden gemessen/abgeleitet - wie beim EKG die des Herzens oder beim EEG nach einer Kopfverletzung - verstärkt und auf dem Computer-Bildschirm sichtbar gemacht.


Mit einem entsprechenden Trainingsreiz (Musik, Computerspiel, Film auf einem 2. Bildschirm / Lautsprecher) ergibt sich ein Hirn-Verhaltenstraining: Immer, wenn das Hirn unter den Elektroden zu schwache Signale abgibt, stoppt der Film/wird die Musik leiser, was dem Hirn den „Stubs“ gibt, wieder genauer hin zu hören/zu schauen. Zur „Belohnung“ läuft dann das Feedback wieder weiter. Dieser Wechsel geschieht schon innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde und  intensiviert die Blutzufuhr des Hirnareals unter der jeweiligen Elektrode: Die verstärkte Aktivität erfordert mehr Sauerstoff, Glukose (Blutzucker), Wasser etc. – daher der Stoffwechsel als Lieferant.


Dies bewirkt eine vermehrte Synapsenbildung (Schaltstellen der Nervenverbindungen) noch tagelang nach dem Training, also eine Verbesserung der Gehirnfunktion an den „Schwachstellen“: Das Hirn lernt dabei, sich besser zu organisieren, (wieder) zu regulieren, d.h. behelfsmässige, neuronale Verbindungen aus Notsituationen aufzugeben, „Abkürzungen“ einzuüben und damit ungünstige, kraftraubende Verhaltensmuster und Störungen wie Ängste, Blockaden etc. selbst zu korrigieren.


Sehen Sie sich weitere Symptome an und weitere Informationen zu Neurofeedback.

Was geschieht, wenn unser Gehirn lernt?

  • Das Hirn organisiert sich neu – „defragmentiert“ sich selbst (wie ein Computer)
  • Wissen wird neu geordnet und besser abrufbar.
  • Klarheit für Entscheidungen ist plötzlich da („Antichaos“).
  • Schwieriges wird lernbar.
  • Schlechte Gewohnheiten und Abhängigkeiten können angegangen, geändert werden.
  • Kraft / Motivation entsteht, z.B. für einen Neuanfang, das Leben neu zu gestalten.
  • Traumata und Blockaden werden bewusst und/oder auflösbar.

TremolaSchriftd4Ein (psychisches) Trauma ist ein Erlebnis, das ein Organismus (Körper-Hirn/Psyche) nicht verarbeiten, d.h. sich danach nicht mehr „normal“ einregulieren kann. Das „System“ muss/will aber überleben, also weiter funktionieren und kompensiert irgendwie: Das Hirn „kapselt“ das Unverarbeitbare „ein“, psychologisch nennt man dies „verdrängen“ (auch wenn es noch im Bewusstsein ist). Neurologisch bildet sich ein (kräfteraubender) „Bogen“ um die entsprechende Problematik herum, der auch mit der Bewusstmachung (darüber Reden, Psychotherapie) bleibt. (Nur) Neurofeedback kann diese „Knoten“ (direkt im Gehirn) auflösen und eine „Abkürzung“ durch die kompensatorischen „Umweg-Kurven“ neu aufbauen.

Ein gemeinsames Merkmal der Traumatisierten ist die (neurologisch bedingte) schlechte Schlafqualität: Sie schlafen zwar oft viel, sind aber nie erholt, als müssten sie ständig «auf der Hut» sein (zu schwache Theta-Wellen im Temporallappen links).

Allgemein ist Neurofeedback dann optimal wirksam, wenn es Teil eines ganzheitlichen Konzepts der Lebensweise ist. Um gesund zu werden und zu sein, braucht es:

Stuhl5

  • Optimale Ernährung: zuerst trinken, dann Zuckerspiegel stabil halten, Unverträglichkeiten ausschalten u.a m.
  • genügend Bewegung,
  • genügend Schlaf,
  • hilfreiche Tagesstrukturen,
  • ein tragendes soziales Netz,
  • höhere geistige Orientierung
  • und bei Kindern: ein angenehmes Lernumfeld